Die Gesundheitskarte

Alle Daten sind gespeichert
Stets gut versorgt
Die Versichertenkarte als Datenbank
Die elektronische Gesundheitskarte

Alles auf einer Karte

Mit der Gesundheitskarte haben Ärzte Zugriff auf die Krankendaten des Patienten. So können Patienten schneller behandelt werden und die Daten müssen nicht erst mühsam zusammengesucht werden.

Die elektronische Gesundheitskarte bündelt die Informationen des Patienten, von den persönlichen Daten, über die Krankengeschichte bis hin zu Angaben über die Krankenkassenzugehörigkeit.

Was ist die elektronische Gesundheitskarte?

Die elektronische Gesundheitskarte ist eine Art Versichertenkarte mit erweiterter Funktion. Sie hat eine erweiterte Prozessor Chipkarte und kann deswegen mehr Daten speichern als ihre Vorgängerin. Sie enthält zum einen die Daten, die nach § 291 Absatz 2 Sozialgesetzbuch V auf der alten Krankenversicherungskarte gespeichert waren:

  1. „Bezeichnung der ausstellenden Krankenkasse, einschließlich eines Kennzeichens für die Kassenärztliche Vereinigung, in deren Bezirk das Mitglied seinen Wohnsitz hat,
  2. Familienname und Vorname des Versicherten,
  3. Geburtsdatum,
  4. Geschlecht,
  5. Anschrift,
  6. Krankenversichertennummer,
  7. Versichertenstatus, [...]
  8. Zuzahlungsstatus,
  9. Tag des Beginns des Versicherungsschutzes,
  10. bei befristeter Gültigkeit der Karte, das Datum des Fristablaufs;“

 

Zum anderen werden auf dem Chip der elektronischen Gesundheitskarte medizinische Daten gespeichert, die nach § 291a Absatz 3 Sozialgesetzbuch V definiert sind:

  1. „medizinische[n] Daten, soweit sie für die Notfallversorgung erforderlich sind,
  2. Befunde[n], Diagnosen, Therapieempfehlungen sowie Behandlungsberichte[n] in elektronischer und maschinell verwertbarer Form für eine einrichtungsübergreifende, fallbezogene Kooperation (elektronischer Arztbrief),
  3. Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit,
  4. Daten über Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Behandlungsberichte sowie Impfungen für eine fall- und einrichtungsübergreifende Dokumentation über den Patienten (elektronische Patientenakte),
  5. durch von Versicherten selbst oder für sie zur Verfügung gestellte Daten sowie
  6. Daten über in Anspruch genommene Leistungen und deren vorläufige Kosten für die Versicherten (§ 305 Abs. 2);“

Da allerdings der Speicherplatz auf der elektronischen Gesundheitskarte sehr begrenzt ist (32kB), werden nur die Notfall- und Identifizierungsdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte direkt abrufbar sein. Die anderen Daten liegen auf einem externen Server, für dessen Zugriff die Eingabe eines Passworts sowohl durch den Patienten als auch durch den Arzt erforderlich ist.

Welchen Vorteil hat dieelektronische Gesundheitskarte?

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit bringtl die elektronische Gesundheitskarte diese Vorteile:

  • Verbesserung der Kommunikation,
  • Senkung der Kosten und
  • Stärkung der Patientenrechte.

Sie soll einen effizienteren und besseren Umgang mit Patientendaten ermöglichen und so doppelte Behandlungen oder auch unerwünschte Nebenwirkungen durch Wechselwirkungen von Medikamenten vermeiden.

Außerdem stellt die elektronische Gesundheitskarte vor allem bei einer Notfallbehandlung im Krankenhaus sofort Daten zur Verfügung, die in diesem Moment essentiell sein können. Sie können in dieser Situation mitunter lebensrettend sein.

Zudem wird durch eine bessere informationstechnologische Vernetzung der verwaltungstechnische Aufwand verringert. Zwei Bereiche, in denen ein enormes Kosteneinsparungspotential stecken kann. .

Kritik gegen die elektronische Gesundheitskarte

Gegner haben vor allem Bedenken wegen der Kosten und fürchten datenschutzrechtlichen Missbrauch der Patientendaten, wenn diese im Internet gespeichert werden. Der Mensch könnte zum gläsernen Patienten werden und die volle Kontrolle über seine persönlichen Daten verlieren. Zwar gelten für die elektronische Gesundheitskarte die Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes zu mobilen personenbezogenen Speicher- und Verarbeitungsmedien und im Sozialgesetzbuch V wurden zusätzlich die generellen Zugriffsrechte für die Daten der elektronischen Gesundheitskarte auf medizinisches Personal begrenzt, trotzdem fürchten Datenschützer einen Datenmissbrauch beispielsweise durch die Krankenkassen.

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