Krankenversicherung nach dem Studium

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Der schmerzliche Abschied vom Leben mit Studenten-Rabatt

Das hart erkämpfte Hochschul-Abschlusszeugnis in der Hand, und rein in den harten Bewerbungsmarathon. Da ist eine gute Krankenversicherung (KV) nach dem Studium, welche die Kosten für Verletzungen im Kampf ums Überleben trägt, sehr wichtig.

Mit dem Ende des Studenten-Daseins und der Exmatrikulation an der Hochschule enden auch alle Vergünstigungen, die man bis dahin in Anspruch genommen hat. Dazu zählt auch die Krankenversicherung. Wer bisher über seine Eltern in der Familienversicherung mitversichert war, muss sich jetzt das erste mal selbst versichern, wer bisher in einer gesetzlichen oder privaten studentischen Krankenversicherung war, muss eine neue Versicherungspolice abschließen - eine Krankenversicherung nach dem Studium. Welche das ist bzw. sein kann, hängt davon ab, welchen Weg man nach dem Studium einschlägt:

Krankenversicherung nach dem Studium - Das Angestelltenverhältnis

In einem Angestelltenverhältnis muss man sich zumindest in den ersten drei Jahren nach der Regelung der Pflichtversicherung gesetzlich versichern. Dann kann nicht mehr der günstige Studententarif genutzt werden, sondern es werden die vollen Beitragssätze fällig, die sich am Einkommen orientieren. Nach den Vorgaben des Gesundheitsfonds, die Anfang 2009 in Kraft traten, belaufen sich die Beiträge auf 14,7% des Einkommens, von denen der Angestellte selbst 8,2% seines Einkommens bezahlen muss. Nach drei Jahren besteht dann die theoretische Möglichkeit in eine private Krankenversicherung zu wechseln, wenn während dieser gesamten Zeit das Jahreseinkommen über der Pflichtversicherungsgrenze (2008: 48.600 Euro im Jahr) lag.

Der Schritt in die Selbstständigkeit

Selbstständigen stehen alle Möglichkeiten offen – sie können frei wählen, ob sie sich lieber gesetzlich oder privat versichern wollen. Der Wechsel in die private Krankenversicherung nach dem Studium kann entweder bei Beginn der Selbstständigkeit vorgenommen werden oder aber in der darauf folgenden Zeit. Dann muss nur eine Kündigungsfrist von zwei Wochen vor Ende des jeweiligen Monats eingehalten werden. Andersherum ist der Wechsel allerdings nur möglich, wenn sich etwas am Arbeitsverhältnis ändert.

Krankenversicherung nach dem Studium - Die Beamtenlaufbahn

Für Beamte lohnt es sich in der Regel eine private Krankenversicherung nach dem Studium abzuschließen. Bei ihnen trägt der Arbeitgeber nicht automatisch einen Teil der Beiträge zur Krankenversicherung. Dazu kommt noch, dass bei ihnen in der gesetzlichen Krankenversicherung der Höchstsatz berechnet wird, weswegen monatlich gute 500 Euro an Kosten anfallen. Da sind manche private Krankenversicherungen günstiger. Außerdem sind Beamte und ihre Familienmitglieder beihilfeberechtigt. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber im Rahmen der Fürsorgepflicht einen Teil der Kosten für medizinische Behandlungen übernimmt.

Arbeitslosigkeit

Für Studenten, bei denen der Übergang vom Studium in das Berufsleben nicht unmittelbar möglich ist, gibt es mehrere Möglichkeiten der Krankenversicherung nach dem Studium. In der Regel kann man bis zum Ende des laufenden Semesters in der studentischen Krankenversicherung verbleiben. Danach greift die Pflichtversicherung – das bedeutet, dass auf einer angenommenen Bemessungsgrundlage von 828,33 Euro 10,7 %, also 113,06 Euro im Monat, für eine gesetzliche Krankenversicherung nach dem Studium bezahlt werden müssen. Manche Krankenkassen bieten in solchen Übergangsphasen auch vergünstigte Tarife für unter 100 Euro im Monat an. Ansonsten sollte geprüft werden, ob eventuell ein Anspruch auf Hartz IV geltend gemacht werden kann. Dann werden die Kosten für die Krankenversicherung nach dem Studium von der Arbeitsagentur übernommen.

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