Versicherungsfreie Beschäftigung

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Krankenversicherung
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Studenten erbringen Hochleistungen

Studieren, Jobben und Krankenversichern – Multi-Tasking ganz günstig

Studenten als Angestellte zu haben, hat seine Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite haben sie nicht gerade den Ruf besonders fleißig und motiviert zu sein. Aber auf der anderen Seite fallen bei ihnen nicht so viele Sozialabgaben an.

Die Beiträge zur studentischen Pflichtkrankenversicherung sind in Deutschland pauschalisiert. Das bedeutet, dass ein Gehalt, aus beispielsweise einem Studentenjob zur Finanzierung des Studiums, generell nicht bei der Berechnung des monatlichen Beitragssatzes berücksichtigt wird, wie es sonst bei einer Beschäftigung der Fall ist. Aber auch der Arbeitgeber muss für einen jobbenden Studenten kein Geld an die Krankenkasse abführen. Eine Situation von der beide Seiten profitieren – wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.

Die Gehaltsgrenze für versicherungsfreie Arbeitsverhältnisse

Um sich in einer studentischen Krankenversicherung versichern zu können, darf der Student nicht mehr als 385 Euro, bzw. 450 Euro, wenn das Arbeitsverhältnis als Minijob eingestuft wurde, verdienen. Allerdings können Studenten, wie andere Arbeitnehmer auch, Vergünstigungen, wie Werbungskosten oder Sonderausgaben, geltend machen. Im individuellen Fall kann es sich also lohnen ganz genau nachzurechnen – immerhin kann man beispielsweise mit den Werbungskosten jeden Monat etwa 80 Euro vom Gehalt abziehen, bevor man die Rechnung für die Krankenversicherung aufstellt.

Jobbender Student oder nebenbei studierender Erwerbstätiger?

Ein weiteres Kriterium, ob der studentische Nebenjob bei den Regelungen zur Krankenversicherung relevant wird, ist die Zeit, welche die Beschäftigung in Anspruch nimmt. Der Gesetzgeber spricht hier davon, dass Studenten hauptsächlich studeren und nicht arbeiten sollten..

Als Faustregel gilt, dass man als Student nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten darf. Bei Tätigkeiten am Abend oder am Wochenende kann dies allerdings auch etwas lockerer gehandhabt werden, so lange das Studium nicht darunter leidet – im Zweifelsfall müssen Leistungsnachweise der Hochschule vorgelegt werden, um eben dies zu beweisen.

Die 20-Stunden-Beschränkung gilt nicht für befristete Arbeitsverhältnisse über weniger als zwei Monate und während der Semesterferien.

Nachzahlung der Versicherungsbeiträge?

Sollte sich herausstellen, dass der Student die finanzielle oder zeitliche Grenze überschritten und das Studium darunter gelitten hat – er also eigentlich gar kein Student, sondern eher ein immatrikulierter Erwerbstätiger war – kann die Krankenkasse sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer eine Nachzahlung der entsprechenden Krankenkassenbeiträge fordern. Dabei hat der Arbeitgeber das Recht, die Beträge, die er deswegen nachzahlen musste, vom Studenten einzufordern, wenn dieser ihn über die Umstände seines Studiums getäuscht hat. Der Arbeitgeber ist nur dazu verpflichtet, sich die aktuelle Immatrikulationsbescheinigung des Studenten vorlegen zu lassen – er steht nicht in der Pflicht, sich über den wirklichen Fortgang des Studiums zu informieren.

Krankenversicherung während des Praktikums?

Während eines Praktikums kann der Student ganz normal über seine studentische Krankenversicherung oder die Familienversicherung krankenversichert bleiben, solange:

  • das Praktikum in der Studienordnung als Pflichtpraktikum eingestuft ist
  • und bzw. oder das Praktikantengehalt nicht über die Grenze von 385 beziehungsweise 450 Euro im Monat steigt.

Bei allen anderen Praktika werden höhere Beiträge zur Krankenversicherung sowie beispielsweise auch Beiträge zur Rentenversicherung fällig.

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