Welche Versicherungen brauche ich?

Welche Versicherung brauche ich
Studenten müssen sich viele Gedanken machen
Auch im Nebenjob versichert
Besser vorsorgen

Eine Versicherung gegen Versicherungen?

Man kann sich gegen fast alles versichern. Die monatlichen Beiträge nagen dann am schmalen Geldbeutel. Also doch lieber auf Risiko setzen? Besser nicht. Die wichtigsten Versicherungen kann sich jeder leisten.

Mit Beginn des Studiums, wenn Sie zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen, sollten Sie ernsthaft über Ihren Versicherungsschutz nachdenken.

Aber Vorsicht: Man kann sich nicht nur unterversichern und dann im Schadensfall auf den Kosten sitzen bleiben. Man kann sich auch überversichern. Damit bezahlt man Monat für Monat zu viel Geld für einen Versicherungsschutz, den man vielleicht niemals braucht. Versichern sollte man sich auf jeden Fall, aber bitte mit Köpfchen.

Was bedeutet Überversicherung?

Von einer Überversicherung spricht man, wenn die Versicherungssumme, also die Summe der monatlichen Beiträge, den Versicherungswert übersteigt. Viele Versicherungen zahlen nur den entstandenen Schaden, aber keinen Cent mehr. Man sollte sich vor dem Abschluss einer Versicherung genau überlegen, ob man die Kosten im Schadensfall selbst tragen kann oder ob man wirklich eine Versicherung benötigt. Versicherungen gegen Schadensfälle, die einen nicht in finanzielle Nöte bringen, sind eher unwichtig. Gerade Studenten mit einem geringen Budget sollten sich zunächst einmal gegen die großen Risiken versichern, bevor sie sich gegen kleine Risiken versichern.

Welche Versicherungen sind unverzichtbar?

Neben einer Krankenversicherung, die jeder haben sollte und ohne die Sie sich nicht zum Studium anmelden können, sollten Sie sich auch Gedanken zu Ihrer privaten Altersvorsorge machen. Auch wenn Sie noch nicht viel Geld dafür investieren können: Jeder Monat, den Sie eingezahlt haben, bringt Sie weiter.
Wichtig sind die folgenden Versicherungen:

  • Private Haftpflichtversicherung:
    Kommt für alle Schäden auf, die Sie bei Dritten verursachen. Gerade im Straßenverkehr können auch kleine Fehler Schäden in Millionenhöhe verursachen.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung:
    Wenn Sie aufgrund eines Unfalls Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, zahlt Ihnen die Versicherung monatlich eine Rente.
  • Kfz-Versicherung:
    Unverzichtbar, wenn Sie ein Auto besitzen. Ansonsten überflüssig. Übrigens ist in den meisten Kfz-Versicherungen eine Insassenversicherung enthalten. Sie müssen also nicht extra eine abschließen.
  • Unfallversicherung:
    Übernimmt nach einem Unfall Kosten für umfangreiche Rehabilitationsmaßnahmen und kommt unter Umständen auch für eine lebenslange Rente auf. Studenten sind über ihre Hochschule unfallversichert. Teilweise werden die Leistungen auch von Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung übernommen. Dennoch sinnvoll für Studenten mit einem erhöhten Unfallrisiko.
  • Hausratversicherung:
    Kann sinnvoll sein, wenn Sie teure Möbel besitzen. Wenn Sie allerdings nur gebrauchte oder billige Möbel besitzen, kann auf sie verzichtet werden.

Wie kann ich mich vor einer Überversicherung schützen?

Beratungen durch Versicherungsvertreter einer bestimmten Gesellschaft bringen einen meist nicht weiter, denn die Vertreter wollen natürlich eine Versicherung verkaufen. Damit Sie sich nicht unnötig versichern, sollten Sie die Leistungen Ihrer Versicherung genau kennen. Eventuell können Sie auf eine Glasbruchversicherung verzichten, wenn im Schadensfall auch Ihre private Haftpflichtversicherung greift.

Sie sollten sich überlegen, welche Schäden Sie selbst tragen könnten. Eine Glasscheibe könnten Sie nötigenfalls auch selbst ersetzen, ohne jahrelang in eine Versicherung einzuzahlen. Viele Menschen neigen dazu, sich lieber bei großen und bekannten Versicherungen zu versichern, obwohl sie dort viel höhere Beiträge zu entrichten haben.

Je nach Versicherung können die Beiträge bei verschiedenen Anbietern um mehrere hundert Euro auseinander liegen, und das bei gleichem Leistungspaket. Sie können auf Nummer sicher gehen und sich beraten lassen. Geeignet sind unabhängige Versicherungsexperten, die nicht für eine Versicherungsgesellschaft arbeiten. Unsere Vergleiche, die Sie auf dieser Seite vorfinden, werden übrigens alle von unabhängigen Experten durchgeführt.

Tipp: Auch die Verbraucherzentralen stehen beratend zur Seite. Eine 20-minütige Beratung kostet Sie bei der Verbraucherzentrale zwischen 15 und 20 €. Eine persönliche Versicherungsanalyse von etwa 90 Minuten bekommen Sie ab 60 €. Dann können Sie sicher sein, dass Sie gegen alle größeren Risiken abgesichert sind, aber nicht mehr bezahlen als unbedingt notwendig.

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