Krankengeld und Fahrtkosten

Ohne Moos nix los
Erstattung der Fahrtkosten
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Man zahlt Geld ein und bekommt manchmal wieder welches raus

Die Krankenkasse muss sich nicht nur darum kümmern, dass man die Behandlung finanzieren kann, die man braucht, um gesund zu werden. Sie sorgt auch dafür, dass man während einer längeren Krankheit seinen Lebensstandard halten kann.

Es gibt zwei große Leistungsbereiche, in denen die Krankenkasse direkte finanzielle Leistungen erbringt. Dies sind zum einen das Krankengeld und zum anderen die Übernahme von Fahrtkosten im Krankheitsfall. Bis zum Jahr 2003 wurde für Personen, die im Jahr 1989 bereits krankenversichert waren, auch noch das Sterbegeld von der Krankenkasse als Zuschuss zu den Beerdigungskosten gezahlt. Diese Leistung ist allerdings im Rahmen der Gesundheitsreform 2004 weggefallen.

Das Krankengeld der Krankenkasse

Das Krankengeld ist dazu da, durch Krankheit bedingte Verdienstausfälle zu kompensieren. In den ersten sechs Wochen einer Erkrankung wird das Gehalt weiter vom Arbeitgeber gezahlt, danach kommt die Krankenkasse für das Krankengeld auf. Die Krankengeld-Höhe orientiert sich am vorherigen Verdienst und wird nach § 47 des 5. Sozialgesetzbuches berechnet. Das Krankengeld beträgt nach diesem Paragraphen in der Regel 70% des vorherigen Bruttoeinkommens, aber höchsten 90% des Nettoeinkommens und ist auf maximal 98,88 Euro (Stand 2016) pro Tag begrenzt. Innerhalb von drei Jahren werden von der Krankenkasse insgesamt für 78 Wochen Krankengeld gezahlt. Tritt innerhalb dieser drei Jahre eine neue Erkrankung auf, beginnt die Zählung der Krankenkasse von 78 Wochen von vorn.

Um Anrecht auf Krankengeld zu haben ist entweder ein stationärer Krankenhausaufenthalt oder aber ein entsprechendes Attest über die Arbeitsunfähigkeit vom behandelnden Arzt notwendig. Bei Arbeitslosigkeit hat die Agentur für Arbeit die Rolle des Arbeitgebers inne – auch hier muss die Bescheinigung über die Krankheit und Arbeitsunfähigkeit innerhalb von drei Tagen der Agentur vorliegen. Während der Zeit, in der man Krankengeld von der Krankenkasse erhält, entfallen die Beiträge zur Krankenversicherung. Die zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung müssen allerdings weiter gezahlt werden. Studenten haben – ebenso wie andere Familienversicherte und Teilnehmer einer Förderungsmaßnahme – keinen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse.

Der Bezug von Krankengeld muss immer bei der Krankenkasse beantragt werden. Diese sollte deswegen frühzeitig über eventuelle Krankenhausaufenthalte und ähnliches, das zu einer Arbeitsunfähigkeit führen kann, informiert werden. Wird die Zahlung des Krankengeldes über einen längeren Zeitraum notwendig, so hat die Krankenkasse das Recht, dieses durch einen unabhängigen medizinischen Dienst überprüfen zu lassen. Dieser kann auch feststellen, ob zusätzliche Maßnahmen zur Rehabilitation, wie zum Beispiel Kuren, notwendig sind.

Zuschüsse zu Fahrtkosten

Bei der Übernahme der Fahrtkosten unterscheidet man zwischen Fahrten, die auf jeden Fall von der Krankenkasse bezahlt werden, und solchen, deren finanzielle Bezuschussung nur unter bestimmten Umständen möglich ist. Fahrten, deren Kosten von der Krankenversicherung getragen werden, sind solche, die medizinisch wirklich notwendig sind, wie zum Beispiel Rettungsfahrten, Fahrten zu einer stationären Behandlung in einem Krankenhaus und Fahrten, während denen eine spezielle technische oder auch medizinische Betreuung notwendig ist. In diesen Fällen muss der Patient nur die reguläre Zuzahlung zu den Fahrtkosten in Höhe von 10 % (mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro) leisten.

Fahrten, bei denen in manchen Fällen die Fahrtkosten von der Krankenkasse übernommen werden, sind:

  • Zur vor- oder nachtstationären Behandlung
  • Zu ambulanten OPs oder Behandlungen (z.B. Dialyse- oder Chemotherapie)
  • Von Versicherten der Pflegestufen I und II
  • Von Versicherten mit bestimmten Schwerbehinderten-Merkmalen (zum Beispiel mit der Einordnung: außergewöhnliche Gehbehinderung, blind oder hilflos)

Krankentransporte aus dem Ausland werden nur im Rahmen einer speziellen Auslands-Krankenversicherung übernommen. In der privaten Krankenversicherung werden in der Regel alle Fahrten übernommen, die als medizinisch notwendig einzuordnen sind.

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