Krankenhausaufenthalt

In guten Händen
Gute Betreuung
In besten Händen
Erholung für den Patienten

Albtraum Massenabfertigung beim Krankenhausaufenthalt oder Luxusbehandlung?

Privatpatienten logieren bei einem Krankenhausaufenthalt wie in einem 4-Sterne Hotel, gesetzlich Versicherte landen in der Jugendherberge. Die Klischees der 2-Klassen-Krankenhaus-Gesellschaft sind überzogen - aber mit wahrem Kern.

Die gesetzliche Krankenkasse deckt alle notwendigen Kosten ab, die durch einen Krankenhausaufenthalt entstehen können. Angefangen bei Kosten für Untersuchungen, Operationen und Behandlungen bis hin zu Kosten für Kost und Logis. Dies gilt allerdings nur sofern der Krankenhausaufenthalt unumgänglich ist und eine entsprechende ambulante Behandlung nicht in Frage kommt. Die gesetzlichen Regelungen zum Krankenhausaufenthalt und den entsprechenden Pflichten der Versicherungen und des Gesundheitssystems finden sich im 5. Sozialgesetzbuch zum Beispiel im Paragraphen 39 sowie auch im 3. und 4. Abschnitt.

Kostendeckung durch die gesetzliche Krankenkasse

Ist man gesetzlich versichert, gilt bei einem Krankenhausaufenthalt das Gesetz der Wirtschaftlichkeit. Man untersteht der allgemeinen Pflegeklasse der Krankenkasse und hat sozusagen ‚nur’ ein Anrecht auf Unterbringung in einem Mehrbettzimmer und Behandlung durch den diensthabenden Stationsarzt. Dies gilt solange, wie die Behandlung nicht auch ambulant fortgeführt werden kann – eine ambulante medizinische Versorgung ist immer einem Krankenhausaufenthalt vorzuziehen. Einzige Ausnahme, die eventuell die Entlassung aus dem Krankenhaus um einige Tage herauszögern kann, ist ein Pflegefall für den erst noch eine entsprechende Pflegeeinrichtung gefunden werden muss.

Wahl des Krankenhauses bei der gesetzlichen Krankenkasse

Als gesetzlich Versicherter hat man einen kleinen Spielraum auf die Wahl des Krankenhauses Einfluss zu nehmen – sofern es sich nicht um einen Notfall handelt. Dann wird man in das am schnellsten zu erreichende, geeignete Krankenhaus eingeliefert. Sonst macht der behandelnde Arzt der Krankenkasse Vorschläge für ein oder mehrere mögliche Krankenhäuser. An dieser Stelle kann man den Arzt bitten, ein bestimmtes gewünschtes Krankenhaus für den Krankenhausaufenthalt in die Vorschläge mit einzubeziehen, sofern dieser Vorschlag gut begründet ist. Ist der Arzt dazu nicht bereit, hat man nur noch die Möglichkeit direkt bei der Krankenkasse die Behandlung in einem bestimmten Krankenhaus zu beantragen – dann muss die Begründung allerdings besonders aussagekräftig sein. Generell wird angeraten, sich vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt über die optionalen Krankenhäuser in der Umgebung zu informieren.

Zuzahlung und Patientenquittung bei der gesetzlichen Krankenkasse

Wie bei vielen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung fällt auch bei einem Krankenhausaufenthalt eine Zuzahlung zu den Kosten durch den Versicherten an. Hierbei handelt es sich um 10 € pro Tag, den man im Krankenhaus verbringt. Maximal müssen für 28 Tage Krankenhausaufenthalt pro Jahr Zuzahlungen geleistet werden. Kinder und Jugendliche unter 18 sind von dieser Zuzahlung befreit.

Seit einiger Zeit hat der Patient die Möglichkeit einen Einblick in die Kosten und deren Abrechnung bei einem Krankenhausaufenthalt zu bekommen. Bis zu vier Wochen nach seiner Entlassung kann er beim Krankenhaus die Ausstellung einer sogenannten Patientenquittung beantragen. In dieser sind alle Leistungen und die dadurch entstandenen Kosten im Detail aufgeführt. So eine Quittung ist kostenlos, muss aber schriftlich beantragt werden. Die Daten sind natürlich vertraulich.

Leistungen der privaten Krankenkasse

Privat Versicherte haben – je nach gewähltem Versicherungstarif – bei einem Krankenhausaufenthalt Anrecht auf eine Unterbringung in einem Doppel- oder Einzelzimmer und auf eine Behandlung durch den Chefarzt. Außerdem haben sie ein Anrecht auf Behandlung in einem Krankenhaus ihrer freien Wahl. Die private Krankenkasse kommt dann sogar für eventuell entstehende Mehrkosten für den Transport zum Krankenhaus auf. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines Krankenhaus-Tagegeldes oder auch eines Rooming-Ins für Kinder.

Die Krankenhaus-Zusatzversicherung

Eine Krankenhaus-Zusatzversicherung, die bei einer privaten Krankenkasse abgeschlossen werden kann, bietet einem gesetzlich Versicherten die Zusatzleistungen, die ein privat Versicherter bei einem Krankenhausaufenthalt in Anspruch nehmen kann. Dabei gilt eine Krankenhaus-Zusatzversicherung immer nur für eine Person und nicht etwa für eine ganze Familie, wie bei der Familienversicherung. Auch die Regelungen zur Beitragsbemessung sind hier etwas anders. Sie hängen zum Beispiel vom Alter oder vom Gesundheitszustand des Interessenten ab. Ein junger Mensch zahlt dabei weniger als ein älterer, ebenso wie ein Kranker mehr zahlen muss als ein Gesunder. Wer sich aus dem Wust von Angeboten das für ihn persönlich beste heraussuchen möchte, der ist gut beraten, sich an die Stiftung Warentest zu wenden. Diese bietet für 15 €, ausgehend von der individuellen Situation, eine neutrale Beratung zur Wahl des besten und günstigsten Angebotes einer privaten Krankenkasse an.

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