Medikamente und Verbandmittel

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Als Faustregel gilt: Hat man für Medikamente ein Rezept, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Allerdings sind die Ausnahmen vielfältig – sie fangen bei nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten an und hören bei der Zuzahlung auf.

Ein gesetzlich Versicherter hat in der Regel bei der Krankenkasse Anspruch auf die für ihn medizinisch notwendigen und die ihm verschriebenen Medikamente und Arzneimittel.

Was sind Medikamente und Arzneimittel?

Wie im Arzneimittelgesetz und auch im 5. Sozialgesetzbuch unter anderem in den § 31, 34 und 35 festgelegt, handelt es sich dabei um medizinische Mittel, die helfen sollen, Krankheiten zu heilen, lindern, verhüten oder auch erkennen. Die in den Präparaten enthaltenen Substanzen müssen sich also positiv auf den menschlichen Organismus auswirken oder dazu dienen, seinen allgemeinen Zustand festzustellen.

Die Krankenkasse unterscheidet bei Arzneimitteln generell zwischen

  • verordnungsfähigen,
  • verschreibungspflichtigen und
  • nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Verordnungsfähige Medikamente

Die Krankenkasse kommt für alle verordnungsfähigen Medikamente – abzüglich der Zuzahlung – auf. Dabei können sowohl verschreibungspflichtige, als auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Arzneimittel verordnungsfähig sein.

Verschreibungspflichtige Medikamente

Verschreibungspflichtige Medikamente und Arzneimittel bekommt man nur mit einem entsprechenden Rezept durch den behandelnden Arzt. Sie enthalten in der Regel Wirkstoffe, die wirkungsvoller sind als die der nicht-verschreibungspflichtigen. Bei ihnen ist aber auch die Gefahr von Nebenwirkungen in einigen Fällen höher. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen in Deutschland außer in wenigen Ausnahmen nur von Apotheken abgegeben werden.

In Deutschland gibt es eine Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente – deswegen kosten sie in allen Apotheken gleich viel. Bei Apotheken im Ausland können die Preise schon einmal von den deutschen abweichen. Die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente werden abzüglich der Zuzahlung von der Krankenkasse übernommen.

Nicht-verschreibungspflichtige Medikamente

Nicht-verschreibungspflichtige Arznei ist in der Apotheke frei zugänglich und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse bezahlt – Ausnahme sind nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel für Kinder unter zwölf Jahren und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen, und manchmal auch solche, für die ein Rezept von einem Arzt vor liegt.

Außerdem übernimmt die Krankenkasse keine Kosten von sogenannten Lifestyle-Medikamenten, unabhängig davon, ob sie verschreibungspflichtig sind oder nicht. Unter das Label Lifestyle-Medikamente fallen zum Beispiel Abnehmpräparate, Potenzmittel, Haarwuchsmittel oder auch Arzneimittel zur Raucherentwöhnung.

Die Zuzahlung

Versicherte bei einer gesetzlichen Krankenkasse müssen in der Regel 10% der Kosten der Arznei übernehmen – mindestens aber 5 Euro und höchstens 10 Euro. Kosten Medikamente weniger als 5 Euro, kommen Sie einfach für die gesamten Kosten des Präparats auf.

Verbandmittel

Unter Verbandmitteln versteht man zum Beispiel:

  • Pflaster,
  • Verbände und Binden,
  • Wundauflagen

Versicherte haben einen Anspruch auf Finanzierungshilfe von der Krankenkasse bei verschreibungspflichtigen Verbandmitteln. Dabei gelten dieselben Zuzahlungsregelungen wie bei den Arzneimitteln.

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